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Sein oder nicht Sein – Internationale Deutsche Masters Meisterschaft in Köln

Sein oder nicht sein, Show oder Wettkampf, das ist hier die Frage. Christine und ich entschieden uns für „nicht sein“. Denn als Vorbereitung zur Europameisterschaft der Masters stand die Deutsche Internationale Masters Meisterschaft in Köln an. Also zuckelte das kleine, Grüppchen der „Anderen Wasserspringer“ des Bayern 07 am Freitag den 12. Juli Richtung Nordwesten um noch rechtzeitig zum Training vor Ort zu sein.

Ab 18:30 konnten wir die luxurös ausgestattete Sprunganlage der Sporthochschule Köln ausgiebig testen: Wir konnten allein aus vier 1m-Bretter wählen. Schnell waren die optimalen Einstellungen gefunden, damit die Bretter uns in Schrauben und Salti katapultieren konnten. So waren wir für die Wettkämpfe an den folgenden zwei Tagen optimal vorbereitet.

Am Samstag ging es morgens, nach kurzem Einspringen, für mich mit dem 3m-Wettkampf los. Die Herren der AK 40 haben das größte Feld gestellt. Unter anderem waren zwei Weltmeister aus dem letzten Jahr am Start. Alexander Gorski und Alexej Schulz. Alexander kam dieses Jahr aus der Ak 35 zu uns „hoch“. Jeder der beiden konnte am Ende deutlich mehr als 300 Punkte verbuchen. Damit machten die beiden Gold (Alexej aus Heilbronn) und Silber (Alexander aus Dresden) unter sich aus. Heiko Görlich aus Trier führte das restliche Feld mit etwas über 240 Punkten auf Platz drei an. Gefolgt von Günter Schulmayr aus Ottobrunn, Mikel Hanique aus Eindhoven und mir. Mikel hat sich mit mir ein Kopf an Kopf Rennen geliefert. Am Ende unterlag ich, mit einem misslungenen Sprung, um 0,4 Punkte! Mit knapp 180 Punkten lagen wir aber noch deutlich hinter der 200er-Marke der Profis zurück.

Am Mittag gingen die Mädels der AK 35 auf die 3-Meter-Bretter. Die „Seniorinnen“ hatten, ebenso wie wir, 6 Sprünge zu zeigen. Tine (Christine Weber) und Rianne Verhoeven aus Eindhoven lieferten sich ebenfalls ein waschechtes „Deutsch – Holländisches“ Kopf an Kopf Rennen: Nach dem zweiten Sprung übernahm Rianne die Führung vor Tine. Beide zeigten bis dahin ähnlich schwehre Sprünge. Tine kämpfte sich mit drei einigermaßen stabilen Sprüngen heran und konnte mit Sprung Nummer fünf, einem gestreckten Salto rückwärts, die Führung wieder an sich reißen. Nach dem letzten Sprung schloss Tine mit einer verdienten
Gold-Madaille ihren ersten Wettbewerb an diesem Wochenende ab.

Nachmittags ging es für uns AK 40 Herren auf 1m. Alexander zog zurück, wegen Rückenproblemen. Er schonte sich für den Synchron-Wettkampf vom Turm am nächsten Tag. Für mich sollte das irrelevant sein, waren doch Alexej, Günter und Heiko noch im Rennen. Nicht zu vergessen Mikel. Revanche! Wenigstens ihn wollte ich diesmal schlagen. Und das war auch realistisch.
Das Ziel war also, jeden Sprung einigermaßen sauber ins Wasser zu bringen.
Dies ist mir ganz gut gelungen. Wieder bis auf einen. Wieder war es der eineinhalb Salto vorwärts mit der ganzen Schraube.

Am Ende reichte es dennoch sogar für Bronze.
Am Abend schloß das 3m Synchron-Springen den ersten Wettkampftag ab.
Nach einer spontanen, internationalen Anfrage von Giovanni Dolcimascolo, übte Tine mit dem quirligen, immer braun gebrannten „Jung-Sechziger“, den gleichzeitigen Absprung. Die geforderten vier Sprünge waren schnell festgelegt.
Obwohl die beiden in der wesentlich schwierigeren Klasse der unter 50-jährigen Paare starten mußten, behaupteten sie sich sehr gut.

Wow, mit zwei Wettkämpfen am Samstag, 1m am Sonntag früh (gähn…), einem abschließenden Wettkampf vom Turm, einer Kombi-Wertung und mehrfachem Einsatz als Kampfrichter, absolvierte Tine das weitaus anspruchvollere Programm von uns beiden. Obwohl es am Turm hieß: Schrauben am Morgen bereiten Kummer und Sorgen, konnte Tine insgesamt 3x Gold und 1x Silber mit nach Hause nehmen.

Wir waren hoch zufrieden mit unseren Wettkämpfen, dennoch bleibt viel zu trainieren für die Europameisterschaft in Eindhoven, Anfang September.

Tineundgiovanni 1024x in Sein oder nicht Sein – Internationale Deutsche Masters Meisterschaft in Köln

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